Ein elektrisches Tor kaufen

Ein elektrisches Tor kaufen

10 Dinge, die Sie beim Kauf eines elektrischen Tores beachten sollten

Oft ist es kalt, windig und es regnet. Man sitzt in einem warmen Auto und möchte nicht aussteigen, um das Tor zu öffnen. Eine Torautomatisierung bietet den Komfort, den sich viele wünschen und ein elektrisches Tor ist zweifellos das Ergebnis des technischen Fortschritts. Immer mehr Tor-Käufer entscheiden sich aufgrund des Komforts, für ein elektrisch betriebenes Tor. Verschiedene Entscheidungen, wirken sich später erheblich auf die Nutzung des Tor-Antriebs und die damit verbundenen Kosten aus. Überprüfen Sie deshalb, was Sie beim Kauf elektrischer Tore in Polen beachten sollten.

Richtigen Motor für ein elektrisches Tor auswählen

Bestimmen Sie das ungefähre Gewicht und die Abmessungen Ihres Tores. Das ist besonders wichtig, da die meisten Torantrieb-Hersteller Modelle herausbringen, die auf das spezifische Gewicht des Torflügels/der Torflügel abgestimmt sind. Sie müssen nicht auf das Kilogramm genau sein, aber achten Sie darauf, innerhalb des Toleranz-Bereichs zu bleiben.

Das Gewicht des Tores steht in engem Zusammenhang mit seinen Abmessungen. Die häufigsten Tore, die in Einfamilienhäusern verwendet werden, sind die sog. Stabmatten-Tore – ihre Länge überschreitet selten 4 m und die Höhe beträgt bis zu 1,60 m. Bei leichten Drehtoren liegt das Flügelgewicht zwischen 30 und 60 kg, während der Flügel eines leichten Schiebetors im Durchschnitt 100-150 kg beträgt.

Achtung: Bei der Auswahl des Antriebes sollten Sie die Füllung des Tores berücksichtigen. Ist es mit einem Sichtschutz gefüllt (z.B. Paneele), muss der Motor nicht nur wegen des Gewichts, sondern auch wegen des größeren Luftwiderstands eine entsprechend größere Leistung haben (dies ist besonders wichtig bei windigem Wetter.

Einteilung der elektrischen Tor-Antriebe nach dem Torgewicht: (variiert je Hersteller)

  • Bis zu 600 kg (Leichte Tore bis zu 4 m Länge, Höhe bis zu 1,6 m)
  • 600 – 900 kg (Mittelschwere Tore mehr als 4 m lang, Höhe bis 1,6 m)
  • 900 – 2000 kg (Schwere Tore über 5m)
  • 2000 – 4000 kg (Sehr schwere Tore Industrie-Tore – mehr als 6 m lang und mehr als 2 m hoch)

Welche Öffnungsgeschwindigkeit sollte ein elektrisches Tor haben?

Wenn man einen Antrieb für das Tor auswählt und kauft, möchte man, dass dieser reibungslos und langfristig funktioniert. Da die Geschwindigkeit des Tores von der Leistung des Antriebs abhängt, kann es schnell passieren, dass man einen zu teuren Antrieb mit einer viel höheren Leistung kauft, als benötigt wird. Erstens würden Ihnen dadurch unnötige Kosten entstehen und zweitens ist der Öffnungs- und Schließzyklus zu kurz und könnte die Benutzer gefährden. Die optimale Tor–Geschwindigkeit für den täglichen Gebrauch – unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Funktionsaspekten – beträgt 10-12 cm/Sek.

Tor richtig am Strom anschließen

Überlegen Sie sich, woher Sie die Stromversorgung für Ihr elektrisches Tor nehmen wollen. Sowohl das Flügeltor, als auch das Schiebetor erfordern die Installation eines Erdkabels für die Stromversorgung des Torantriebs (230 V, in sicherer Tiefe ca. 70-80cm und in einer geeigneten Ummantelung, damit es nicht gequetscht oder beschädigt wird) und eine zusätzliche Verkabelung für die Stromversorgung der Warnlampe, Klingel oder Gegensprechanlage usw., die entsprechend in den Zaunelementen (Pfosten) untergebracht werden sollten. Heutzutage benötigen immer mehr Motoren nur noch 24V für den Betrieb der Toranlage.

Wenn Ihr elektrisches Schiebetor oder Flügeltor keinen Hochleistungsantrieb benötigt, ist es Überlegungswert, es mit einem Solarbetriebenen Torantrieb zu betreiben. Der während einer ganztägigen Aufladung Energie speichern kann, die für ein paar Dutzend Öffnungs-/Schließzyklen notwendig ist. Diese Lösung ist dann sinnvoll, wenn es keine Möglichkeit gibt, Kabel zu dem Tor zu führen oder kein Zugang zu Strom besteht,. Aber Tore ohne Stromanschluss funktionieren nur an Orten, an denen das Tor nicht intensiv genutzt wird.

Die Leistung des Torantriebs – immer mit genügend Spielraum

Es lohnt sich nicht, einen Antrieb zu kaufen, der für über 50 Öffnungs-Zyklen pro Tag vorgesehen ist, wenn das Tor ein Leichtgewicht ist und nur wenige Male am Tag geöffnet wird. Kaufen Sie einen Torantrieb der eine Reserve von ca. 20 – 40 % der Leistung vorweisen kann. Ein elektrischer Antrieb, der ständig am Maximum oder an der Grenze seiner Kapazität arbeitet, verschleißt schneller und kann zu Problemen bei späteren Reklamation führen. Die Antriebs-Hersteller sind oft der Meinung, dass eventuelle Schäden auf die falsche Auswahl des Antriebs im Verhältnis zu dem Gewicht und Abmessungen des Tores zurückzuführen sind. Eine Reserve im Falle einer größeren Widerstandskraft beim Öffnen oder Schließen des elektrischen Tores kann nützlich sein:

  • bei schwierigen Wetterbedingungen wie Wind, Schnee und Frost,
  • wenn das elektrische Tor nicht fachmännisch montiert wurde und das Öffnen und Schließen erschwert werden
  • die langfristige Nutzung des elektrischen Tores zu wenig Abnutzung führen sollen.

Für leichte Tore wie Stabmatten-Tore oder Tore aus Kunststoff, werden elektrische Antriebe mit einer geringen Leistung von 300 bis 600 W verwendet. Für schwere Tore wie z.B. elektrische Schiebetore aus Vollmetall- bzw. Schmiedeeisen – müssen Motoren mit höheren Leistungen eingesetzt werden.

Elektrische Tor-Funksteuerung – auf der richtigen Frequenz

Wenn Sie sich für einen funkgesteuerten Antrieb entscheiden (die beliebteste und bevorzugte Methode), stellen Sie sicher, dass er auf der für diesen Zweck reservierten Frequenz – 433,92 MHz – arbeitet. Die Verwendung anderer Frequenzen kann die ordnungsgemäße Steuerung des Tores stören – die Antenne kann falsche Signale empfangen, die z. B. vom CB-Funk gesendet werden, und das Tor zu unangemessenen Zeitpunkten öffnen.

Zusätzlich lohnt es sich, sich nach der Absicherung der Fernbedienung mit einem Sicherheitscode zu erkundigen – die Hersteller von Torautomation verwenden zum Schutz ihrer Kunden vor unbefugter Codeerfassung durch Unbefugte einen dynamisch veränderbaren Code (mehrere Millionen Kombinationen), der sich nach jeder Benutzung ändert. (bietet nicht jeder Antrieb-Hersteller an)

Elektrisches Tor mit einem BFT-Antrieb

Temperaturbereich, in dem der elektrische Antrieb arbeitet

Der Standardtemperaturbereich, in dem die Hersteller einen zuverlässigen Betrieb des Automatisierungssystems garantieren, liegt zwischen – 20 Grad und + 50 Grad. In unserer Klimazone sind Winter mit Temperaturen unterhalb der unteren Grenze des Bereichs keine Seltenheit. Starke Fröste führen zwar nicht zum Blockieren des Mechanismus, können aber seine Leistungsfähigkeit deutlich verringern. Wenn sich Ihre Immobilie also in offenen Bereichen befindet, die besonders anfällig für kalte Temperaturen sind, ist es eine gute Idee, einen Antrieb zu wählen, der auch unter extremen Bedingungen funktionsfähig bleibt.

Achtung Garantie bei Eigenmontage des Tor-Antriebs

Wenn Sie einen Montage-Bausatz für die Torautomatisierung online kaufen können, warum sollten Sie nicht davon Gebrauch machen? Bevor Sie das tun, sollten Sie sich aber nach den Garantiebedingungen erkundigen. Die überwiegende Mehrheit der Hersteller (insbesondere anerkannte Marken auf dem Markt) verlangen, dass die Garantiekarte einen Eintrag eines autorisierten Installateurs enthält. Das Fehlen einer solchen Signatur macht es praktisch unmöglich, einen selbst installierten Torantrieb zu reklamieren. Deshalb ist es besser, die Montagearbeiten an eine Fachfirma zu vergeben. Das spart Ihnen im Falle eines Mechanikausfalls Nerven und Geld.

Das elektrische Tor ersetzt keinen Schneepflug

Abschließend noch zwei Punkte, an die man beim Kauf eines Torantriebs selten denkt und die eng mit der Nutzung zusammenhängen.
Die erste ist die Notwendigkeit einer regelmäßigen Reinigung, und in der Wintersaison – Schneepflügen den Raum, in dem die Bewegung eines Tores mit Automatisierung ausgestattet stattfindet. Denken Sie daran, dass sich kein Sand oder Schnee auf den Führungen und Zahnleisten befinden darf!

Bei Drehtoren muss der Bereich vor dem Tor von Schnee befreit werden, bevor Sie das Tor öffnen. Andernfalls besteht die Gefahr einer Überlastung und sogar einer dauerhaften Beschädigung des Antriebs; außerdem kann es zu einem Bruch der Scharniere kommen.

Was muss ich bei einem elektrischen Hoftor beachten?

Ein Hofttor mit elektrischen Antrieb ist in der Regel mit einem Sichtschutz ausgestattet und sehr empfindlich bei starken Winden. Deshalb ist es wichtig bei der Auswahl des Torantriebs, das hohe Gewicht des Hoftores zu beachten. Einige Hoftore sind auch aus schwerem schmiedeeisernen Stahl konstruiert und erhöhen das Tor-Gewicht deutlich. Die Torpfeiler ob aus Stein oder Metall müssen sehr stabil konstruiert sein, um nicht bei einem Sturm durch das Gewicht des Tores beschädigt zu werden. Das Tor bzw. die Tor-Flügel können sonst einfach herausgerissen werden.

Durch das Gewicht und der Windanfälligkeit, sollte bei einem elektrischen Hoftor immer ein starker Motor ausgewählt werden.

Was kostet ein elektrisches Tor?

Die Preise der einzelnen Motorenhersteller unterscheiden sich vor allem bei den Tor-Varianten. Es gibt elektrische Motoren für Schiebetore, zweiflügelige Tore und einflügelige Tore. Wobei die Antriebe für Schiebetore und einflügelige Tore günstiger sind als für zweiflügelige Tore aus Polen. Ein Antriebs-Paket sollte auch immer eine Lichtschranke und zwei Handsender beinhalten um die einwandfreie Nutzung zu gewährleisten. Sie müssen für einen Motor mit 400 Euro – 1.000 Euro rechnen je nach Hersteller und Tor-Variante. Wobei man darauf achten sollte, nicht die billigsten Hersteller zu wählen, wenn man langfristig Freude daran haben möchte.

Jährliche Garantie-Inspektionen – Achtung extra Kosten

Die zweite bezieht sich auf die Durchführung von Inspektionen und Wartungen, die zur Aufrechterhaltung der Garantie zwingend erforderlich sind. Einige Hersteller empfehlen, dass Sie Ihren Antrieb einmal oder zweimal im Jahr warten. Das Einstellen und Reinigen von Elektronik und Antriebskomponenten sollten Sie Profis überlassen – damit Sie die Garantie nicht verlieren, müssen Sie aber mit zusätzlichen Kosten rechnen, denn solche Überprüfungen sind in der Regel kostenpflichtig. Es ist besser, diese von vornherein in Ihr Budget einzuplanen, wenn Sie Wert auf einen störungsfreien und langfristigen Einsatz Ihres Torantriebs legen.

Wan sollte man bei einem elektrischen Tor noch beachten?

  • Timer-Funktion – automatisches Schließen des Tores nach einer eingestellten Zeit (Überlegen Sie, ob Sie das unbedingt brauchen)
  • Pfortenfunktion – Öffnen nur eines Torflügels, bis Bewegung registriert wird, und wieder Schließen
  • externe Ansteuerung, z. B. von Tastatur, Taster, Handy (GSM-Modul oft für benötigt)
  • Warnlampe – blinkt, um Personen in der Umgebung zu informieren, dass sich das Tor bewegt
  • Klemmschutz – wenn das Tor auf ein Hindernis stößt, hält es an und fährt (etwas) zurück
  • Lichtschranke – verhindert das Schließen elektrischer Tore, wenn sich eine Person oder ein Fahrzeug in der Türöffnung befindet. Bei Schiebetoren werden sie in der Öffnung des Tores montiert, bei Drehtoren zusätzlich in der Linie, die durch die um 90⁰ Grad geöffneten Tore vorgegeben ist. Wenn die Lichtschranke eine Bewegung erkennt, hält der Antrieb an und fährt dann zurück oder startet neu (je nach Einstellung);
  • Softstart- und -Stoppfunktion – ermöglicht eine Verlangsamung am Anfang und Ende der Bewegung, so dass das Tor unabhängig von seinem Gewicht sanft starten und stoppen kann. Diese Funktion verlängert die Lebenszeit des Torantriebs erheblich;
  • Schlüsselschalter – ermöglicht das manuelle Öffnen des Tores bei Stromausfall.